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Was hat Kaffee mit Ausdauer zu tun?

Was hat Kaffee mit Ausdauer zu tun?
von vor 3 Jahren 369 mal angesehen Keine Kommentare

Kaffee ist ein Genussmittel. Im Gegensatz zu Lebensmitteln, die wir zum Leben und für eine gesunde Ernährung benötigen, können wir auf Kaffee gut verzichten. Aber keine Sorge, ich werde Ihnen jetzt nicht den Kaffee madig reden. Denn wenn jeder dritte Deutsche Kaffee trinkt – im Durchschnitt 4 Tassen am Tag – dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch der Autor dieses Ratgebers ein Kaffeefan ist :o)

Grundsätzlich gilt: Die Dosierung macht das Gift. Alle Genussmittel haben sowohl positive wie negative Wirkungen, und maßvoll verzehrt, können sie ein Stück Lebensqualität bringen.

Trotzdem sollten wir kritisch bleiben, wenn in Verbindung mit Genussmitteln wie Rotwein, Schokolade oder Kaffee angeblich gesundheitsfördernde Wirkungen genannt werden. Seien Sie auch kritisch, wenn Sie Artikel über die positiven Wirkungen von Koffein und Sport lesen. Solche Studien werden in der Regel von der Industrie finanziert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber kritische Distanz ist auf jeden Fall ratsam.


Positive Auswirkungen von Kaffee

Wahr ist: Koffein hebt die Stimmung, steigert den Antrieb und die Fähigkeit, uns zu konzentrieren. Somit kann Kaffee auch die Lust auf Training erhöhen. Studien zeigen, dass Koffein neben dem psychischen auch das körperliche Leistungsvermögen im Sport erhöht, zum Beispiel Ausdauerleistungen verbessert.

30 bis 60 Minuten vor dem Sport getrunken, erzeugt Kaffee anschließend das größte Stimulans. Da Kaffee die Darmtätigkeit anregt, sollte man ihn nicht unmittelbar vor dem Training, sondern mit ausreichend zeitlichem Abstand genießen.


Negative Begleiterscheinungen

Wahr ist auch: Kaffee regt das Herzkreislaufsystem an; Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen sich. Und Koffein unterdrückt die Ermüdungssignale. Ermüdung ist aber ein wichtiges Warnsignal des Körpers, das Erholung einfordert. Ständige Unterdrückung kann auf Dauer zu Überbelastungen führen.


Meine Empfehlung zu Kaffee & Co.

Behandeln Sie Kaffee als Genussmittel. In kleinen Mengen, bester Qualität und achtsam genossen, können Genussmittel ein Stück Lebensfreude bringen. Bevorzugen Sie Espresso. Drei Espresso (je 25 ml) haben ungefähr so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee (je 125 ml). Denken Sie daran, dass Kaffee sich nicht für die Flüssigkeitszufuhr eignet. Dafür dienen stilles Wasser und Rohkost viel besser.

Machen Sie es möglicherweise wie ich. Limitieren Sie Ihren Kaffeekonsum auf 3 Espressos am Tag und genießen Sie diese achtsam und ohne Reue mit einem kleinen Stück Vollkorngebäck ohne Zucker. Das dazu passende Cantuccini-Rezept meiner Frau Gisela finden Sie im Läufer-Blog. Hmmmm.

Lassen Sie es sich gut gehen,

Ihr Andreas Butz