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Laufen in 2021 wird richtig gut

Laufen in 2021 wird richtig gut
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Jetzt locker machen: 2021 wird für Läufer richtig gut!

Ich freue mich auf 2021. Sie auch? Sollten Sie, denn das kommende Jahr sollte ein richtig gutes für uns werden. Doch bevor ich aushole und meine Sicht auf alles was Kommen könnte darlege, lassen Sie uns kurz zurückblicken. Aus Hobbyläufersicht war das vergangene Jahr doch gar nicht so schlimm, oder? Nach dem Corona-Schock im Februar/März 2020, als uns langsam immer klarer wurde, dass 2020 anders werden würde, dass wir unsere Wettkampfrituale und Laufreisepläne so nicht durchführen konnten, haben wir uns notgedrungen arrangiert. Und wir Individual- und Draußensportler hatten es dabei deutlich leichter als die Mannschafts- und Fitnesssportler. Laufschuhe an und ab auf die Piste war das ganze Jahr über möglich. Und wir haben uns neue Ziele gesetzt, Kilometerziele, Höhenmeterziele und neue Laufstrecken entdeckt. Einige haben endlich mal die Gelegenheit ergriffen chronisch anmutende Überbelastungssymptome auszukurieren und sind jetzt richtig fit. Zeit uns auf 2021 zu freuen. Drum machen Sie sich locker und bereit. 2021 wir richtig gut!


8 Gründe, warum Laufen in 2021 top wird

1. Wir haben gelernt und uns arrangiert

Die Pandemie war eine Premiere. Für alle war alles neu, für die Regierenden, die Gesundheitsexperten und alle, die Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen mussten, nicht zuletzt für unsere Eigenverantwortung. Wir mussten lernen mit einem Virus und neuen Verhaltensregeln umzugehen. Und das Lernen brachte auch mit sich, dass alle Verantwortlichen sich hin und wieder korrigieren mussten. Jetzt wissen alle deutlich mehr über Risiken und Abwehrchancen und haben gelernt den Kampf gegen Virusinfektionen anzunehmen. Vor allem haben wir gelernt zu akzeptieren und uns anzupassen. Aufs Laufen bezogen hieß das zum Beispiel in Lockdown-Zeiten den Verzicht auf Laufen in Gruppen und mehr alleine oder zu zweit die Runden zu drehen. Was beim ersten Lockdown noch ganz schlimm war, nahmen wir beim zweiten schon lockerer. Wir haben verstanden, uns arrangiert und sind weitergelaufen. Von dieser Erfahrung und der in dieser Zeit gewonnenen Fitness werden wir 2021 profitieren.

2. Die Laufveranstalter haben sich eingestellt

Am 24. Oktober hatte ich in Köln meinen ersten Wettkampf unter Corona-Bedingungen. Statt wie üblich mit 1000 Startern gemeinsam und dicht gedrängt beim 10-Kilometerrennen zu starten, wurden maximal 300 Teilnehmer in 30er-Gruppen zeitversetzt ins Rennen geschickt. Die rechtzeitige Startnummernabholung unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wurde ebenso überwacht wie die rechtzeitige Aufstellung in den Startgruppen. Nicht zu früh Kommen, nicht zu spät, bitte keine Fans mitbringen, ein Teil der Auflagen, die ich gerne akzeptierte. Wenn ich mich sonst stets bis kurz vor dem Startschuss warmgemacht habe und auf den letzten Drücker von vorne noch schnell in die ersten vier fünf Startreihen gezwängt habe, so habe ich mich breitwillig an die Corona-Regeln gehalten und war dankbar. Dankbar an den Veranstalter LSV Porz rund um Laufurgestein Helmut Urbach, hier stellvertretend auch für viele andere Laufveranstalter genannt, die unter extrem schwierigen Bedingungen und hohen Auflagen Wettkämpfe möglich gemacht haben. Wettkämpfe, die kaum die Kosten eingespielt haben. Schön, dass es euch gibt, liebe Laufveranstalter und liebe Helfer!

3. Es haben sich neue Laufformate entwickelt

Virtuelle Läufe braucht kein Mensch. Haben viele gedacht. 2020 haben virtuelle Formate ihren Durchbruch erlebt. Der virtuelle Düsseldorf Marathon, der virtuelle London Marathon der virtuelle Spendenlauf zu Gunsten einer sozialen Einrichtung. Wir haben gelernt zu bestimmten Terminen alleine zu laufen und unsere Lauferlebnisse auf digitalen Plattformen hochzuladen und uns an gemeinsamen Ranglisten zu erfreuen, die es ohne Wettkämpfe und solche virtuellen Events nicht gegeben hätte. Und diese virtuellen Events haben uns die Motivation gegeben weiter zu trainieren und in Form zu bleiben. Aus Naserümpflern wurden Fans, und so mancher wird auch künftig das virtuelle Format eines Laufevents, mit der Möglichkeit solo zu laufen, dem dichten Getümmel bei Großveranstaltungen vorziehen. Ja, ich denke die Laufszene ist durch virtuelle Läufe reicher geworden.

4. Viele haben Guthaben bei Laufevents

Wenn ich an 2021 denke, dann bin ich bereits bei mindestens fünf Laufevents schon angemeldet. Weil die Veranstaltungen 2020 nicht stattfinden konnten haben viele Veranstalter die Umbuchung auf 2021 empfohlen. Das habe ich gerne gemacht. Das Geld war ja schon ausgegeben. Und als Unternehmer in der Laufbranche weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Rückzahlungen für Veranstalter schmerzlicher sind, als im Folgejahr weniger Neuanmeldungen zu haben. Also habe ich stets die Umbuchung gewählt. Und zu meinen gebuchten Auslandsmarathons habe ich sogar noch Voucher von den Fluggesellschaften. Also laufe ich 2021 quasi für lau, alles schon bezahlt. Wie geil ist das denn? Vielen von uns wird es ähnlich gehen und das ist doch auch eine schöne Perspektive.

5. Reiseziele und Hotels haben sich vorbereitet

Mit Laufcampus veranstalte ich Laufcamps auf Mallorca. Statt den üblichen neun werden wir 2021 nur drei Laufwochen anbieten, zwei im Herbst und schon eine im März. Als Veranstalter geben wir bis 31. März 2021 eine Geld-zurück-Garantie auf die Laufcamp Gebühr. So können wir Bedenken hinsichtlich einer Buchung abfedern. Viele Reiseveranstalter und Fluggesellschaften machen dies ebenfalls oder bieten zumindest eine kostenfreie Umbuchung an. Und die Urlaubsregionen, Hotels und die im Tourismus Beschäftigten warten sehnsüchtig auf die Touristen, man wird top vorbereitet sein. Auch wird den Touristen gerade im Frühjahr eine extreme Dankbarkeit entgegenströmen, weil diese Touristen mit ihrem Kommen ein positives Lust-Mach-Signal an alle Daheimgebliebenen aussenden und dazu beitragen die Existenz einer ganzen Branche zu erhalten.

6. Das Frühjahr und der Sommer locken

Mit der Erfahrung aus 2020 können wir davon ausgehen, dass im Frühjahr/Sommer 2021 vieles möglich sein wird. Die schwierige Winterzeit werden wir meistern, wahrscheinlich mit deutlich weniger Erkältungs- und Grippeinfekten, und von zurückgehenden Corona-Fallzahlen profitieren. Dies, zusammen mit den oben beschriebenen Erfahrungen, wird vieles leichter machen. Mehr Laufevents, mehr virtuelle Läufe und mehr Laufseminare werden tatsächlich stattfinden, möglicherweise anders als bis 2019 gewohnt, aber so, wie wir das seit 2020 lernen durften und akzeptiert haben. Ich freue mich riesig auf diese Zeit.

7. Es wartet ein heißer Marathonherbst 2021 auf uns

Wenn auch das Frühjahr 2021 für viele Großveranstalter jetzt noch extrem unsicher ist, planen viele schon mit großer Zuversicht den Herbst. Und so ist manches Laufevent jetzt schon vom Frühjahr in den Herbst gezogen. Es wird also viele Events geben, dabei kleinere Startfelder, und sicher eine, der dann vorherrschenden Situation, angepasste Veranstaltungskultur. Ich bin mir sicher und erwarte, es wird große Halbmarathon- und Marathonläufe in 2021 geben. Und ich werde hier und da einen raushauen, ganz sicher.

8. Der Impfstoff wird kommen

Der Impfstoff wird kommen und er soll Schutz und Sicherheit geben. Ich möchte hier kein Plädoyer für Impfungen machen, dafür kenne ich mich zu wenig mit Risiken und Nebenwirkungen aus. Aber wenn die Vorhersagen der befürwortenden Gesundheitexperten zutreffen, dann werden die Impfungen Schutz bieten und ihren Teil dazu beitragen dem Virus zu begegnen.

Also ich freue mich auf das Laufjahr 2021? Wer noch? Schreiben Sie mir gerne Ihre Gedanken als Kommentar, ich bin gespannt diese zu lesen.

Ihr Andreas Butz


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay