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Laufen und Selbstmotivation

Laufen und Selbstmotivation
von Andreas Butz vor 3 Monaten 1881 mal angesehen Keine Kommentare

Motivation heißt Bewegung

Das ursprüngliche Ziel vieler Marathonläufer ist überraschenderweise nicht der Marathon. Die Gründe, mit dem Laufen zu beginnen, sind oft andere – zum Beispiel sucht man nach einem sportlichen Ausgleich zum Job oder möchte Gewicht verlieren. Die Lust, Marathon zu laufen, kommt meist „en passant“, beiläufig, wie man ganz treffend im Deutschen sagt.

Gesundheit – ein starkes Motiv

Wenn da nur der innere Schweinehund nicht wäre, mögen Sie jetzt denken. Mit dem übrigens nicht nur Lauf-Anfänger kämpfen. Auch versierte Marathonläufer kennen ihm. Jeder kennt ihn. Die Erfolgreicheren unter den Erfolgreichen haben nur die Kompetenz entwickelt, ihn besser zu bändigen als die weniger Erfolgreichen. Sie wissen nicht nur, wie man das macht, sie handeln auch danach. Umsetzungskompetenz ist ihre besondere Stärke. Sie lassen aus einem Impuls einen erfolgreichen Weg entstehen.

„Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“ – jeder kennt diesen Spruch, erfolgreiche Menschen leben auch danach. Sie ziehen aus dem Glaubenssatz ihre Motivation. Und laufen. Wie passend, dass der Begriff „Motivation“ auf das lateinische Verb „movere“ (bewegen, antreiben) zurückgeht. Also: Was motiviert Sie? Was bringt Sie in Bewegung? Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Selbstmotivation sind schon einmal drei starke Motive, um die Laufschuhe zu schnüren.

Anerkennung motiviert

Ein ausgeglichenes Verhältnis von intrinsischer und extrinsischer Motivation – so nennen das Psychologen – ist eine hervorragende Basis, mit Freude am Ball zu bleiben. Gemeint ist das persönliche, von innen kommende (intrinsische) Interesse an einer Sache, gepaart mit motivierenden Erlebnissen von außen (extrinsisch), also die zu erwartende Anerkennung durch Kollegen oder Freunde für etwas Geleistetes. Wer läuft, kann in beiden Bereichen gleichermaßen profitieren. Auf das Gefühl, etwas für die Gesundheit getan zu haben, vielleicht das eine oder andere überflüssige Kilo losgeworden zu sein, können Sie zu Recht stolz sein. Wenn Sie als Anfänger das erste Mal eine halbe Stunde am Stück schaffen, als Fortgeschrittener fünf, zehn oder 15 Kilometer packen, vielleicht mal einen Halbmarathon oder sogar die Volldistanz – das sind Erlebnisse, die Sie motivieren, weiter zu machen. Sie werden nicht nur fitter, sondern entwickeln durch wiederholte Erfolge und immer neue Ziele die Kompetenz, sich selbst zu motivieren.

Sehr motivierend kann auch eine Laufwoche auf Mallorca sein. Sieben bis neun Tage heißt es Laufen, Lachen und Impulse en masse mit dem Laufcampus Trainerteam. Das erfolgreichste Laufseminar auf Mallorca findet immer im März, April und Oktober statt.

Schritt für Schritt zum Ziel

WDR-Intendant Buhrow, früherer Anchorman der Tagesthemen, hat laufenderweise die Erfahrung gemacht, wie seine Überzeugung von der eigenen Stärke und Leistungsfähigkeit immer stärker wurde. Er erinnert sich an diese Selbsterkenntnis, nachdem er im Rahmen einer Marathonvorbereitung das erste Mal in seinem Leben 30 Kilometer bewältigt hatte: „Die Trainingsläufe waren irre, weil ich dabei diesen Biss entwickelte. Ich wusste genau: Baustein auf Baustein auf Baustein auf Baustein, so baue ich mir jetzt meine Form auf. Und das gab mir ein Selbstbewusstsein. Ich dachte, Schritt für Schritt kannst du alles erreichen was du willst, wenn du dir einen Plan machst und dir dein Ziel aufschreibst.“

Diese Erfahrung, mit Plan und Schritt für Schritt alles erreichen zu können, strahlt weit über den Sport hinaus – und das nicht nur bei Tom Buhrow. Auch in anderen Lebensbereichen macht sich diese Überzeugung breit. Buhrow: „Erfolge aus dem Training und Wettkampf nimmt man mit ins Büro. Wenn man merkt wie viel Biss man hat, wie viel man erreichen kann. Das finde ich viel berauschender als alles was sich beim Marathon abspielt. Ich bekam ein ganz starkes Selbstwertgefühl. Der Marathon ist nur die Sahne obendrauf.“

Dank der gesündesten Droge der Welt – dem Runner’s High – kann jeder diesen „Rausch des Selbstwertgefühls“ erleben. Und dazu müssen Sie nicht erst 30 Kilometer oder mehr bewältigen. Bei jedem liegt die Schwelle woanders, Sie müssen sich lediglich Ziele setzen, die Sie erreichen und übertreffen. Sobald Sie sich weitere Ziele setzen, geben Sie sich immer wieder aufs Neue die Möglichkeit, dieses Glücksgefühl zu empfinden. Sie müssen nur am Ball bleiben – Schritt für Schritt.

Weiterführende Links zum Thema Laufen und Selbstmotivation

Sehen Sie auch meine Beiträge zu Motivation für den Marathon - 6 motivierende Gründe, Ihre Aura als Dauerläufer, Laufen und Selfbranding.

Viel Erfolg und Freude am Training wünscht

Andreas Butz


Dieser Artikel erschien zuerst im Ratgeber Schwitzen für Erfolg - In Laufschuhen Karriere machen, von Andreas Butz und Dr. Axel vom Schemm – auch als E-Book erhältlich.