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Laufen und Teambildung

Laufen und Teambildung
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Laufen ist das neue Anti-Mobbing

In diesen Wochen spricht man allerorts über Integration. Ein schönes Wort, denn es zeugt von Weltoffenheit, Verständnis, Einsatzbereitschaft. Es geht aber nicht nur um die weltumspannende Integration dieser Tage. Auch in seinem direkten Umfeld kann man sich für andere Menschen einsetzen. Eine gute Möglichkeit bietet der Arbeitsplatz, man zeigt sich hilfsbereit gegenüber neuen Kollegen, ist geduldig mit Älteren, lässt Mobbing keine Chance. Denn Mobbing ist eine Spielart der Nicht-Integration, so wie der Egotrip und die Ellbogen als Werkzeuge, um seine Interessen und Ziele durchzuboxen. Soziale Kälte und Konkurrenzkämpfe heißen die unschönen Begleiterscheinungen.

Firmenlauftreffs stärken das Team

Ein starkes Team kennt kein Mobbing und Laufen ist eine hervorragende Möglichkeit zur Teambildung. Zum Beispiel im Rahmen regelmäßiger Firmenlauftreffs nach Feierabend. Das gemeinsame Sporttreiben über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl, es geht nicht um Leistung, sondern um die gemeinsame Aktivität. Das Tempo richtet sich immer nach dem Langsamsten der Gruppe. Das heißt, die Schnelleren stecken freiwillig zurück, und wer noch nicht so flott unterwegs ist, versucht vielleicht, sich von den erfahrenen Läufern etwas abzuschauen und schneller zu werden.
Wenn genügend Teilnehmer mitlaufen und mehrere, nach Leistungsstärke getrennte Gruppen zusammenkommen, dann kann der Team-Captain vorgeben, dass alle Gruppen die gleiche Zeit laufen – aber in dieser Zeit unterschiedlich lange Strecken zurücklegen. So läuft die Gruppe sternförmig auseinander, kommt aber als Team gemeinsam wieder an den Startpunkt zurück. Niemand bleibt auf seine Untergruppe festgelegt. Wer fitter wird, läuft irgendwann mit den Schnelleren. Und die Top-Läufer können sich nach Lust und Laune den Langsameren anschließen.

Business-Run zum gemeinsamen Ziel

Nimmt ein Unternehmen an einem Business-Run teil, bereiten sich die Mitarbeiter zusammen darauf vor, möglicherweise über Monate. Dann können die Mitglieder eines Teams sich gegenseitig helfen, individuelle Schwächen ausgleichen und die gemeinsamen Stärken optimal nutzen. Wer im Training oder Wettkampf schon einmal selbst die Situation durchlebt hat, als langsamerer Läufer von einem schnelleren mitgezogen oder durch eine Gehpause begleitet worden zu sein, der weiß, wie vertrauensbildend solche Momente sind.
Das Gefühl, sich auf den Kollegen auch in schwierigen Situationen verlassen zu können, wirkt noch Wochen später am Schreibtisch oder im Rahmen der nächsten Projektarbeit. Ein anerkennendes „Ohne dich hätte ich das nicht geschafft“ als Dankeschön an den treuen Begleiter festigt die Bindung auch in die andere Richtung. Und wenn dann noch der Chef gemeinsam mit dem Azubi läuft, der Abteilungsleiter mit dem Sachbearbeiter, kann das warme, persönliche Beziehungen über Hierarchiegrenzen hinweg schaffen und die gegenseitige Wertschätzung stärken. Und klar: Auch die Erfolgserlebnisse werden dann im Unternehmen gemeinsam gefeiert und erlebt.

Weiterführende Links zum Thema Laufen und Teambildung

Sehen Sie auch meine Beiträge zu Alleine ist gut, in der Gruppe ist Laufen noch viel besser, Lauftreff oder Laufkurs? Und hier geht's zu unseren Informationen zu Firmen-Laufkursen.

Viel Erfolg und Freude am Training wünscht

Andreas Butz

Dieser Artikel erschien zuerst im Ratgeber Schwitzen für Erfolg - In Laufschuhen Karriere machen, von Andreas Butz und Dr. Axel vom Schemm – auch als E-Book erhältlich.