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Markenpflege: Tue Gutes und sprich darüber

Markenpflege: Tue Gutes und sprich darüber
von vor 23 Tagen 414 mal angesehen Keine Kommentare

Sich als Sportler inszenieren

Ihre Ich-Marke beginnt im Schein des Marathons kräftig zu leuchten. Um sinnvolles Selfbranding zu betreiben, müssen Sie aber dafür sorgen, dass auch möglichst viele von Ihrem sportlichen Tun erfahren. In der Werbebranche heißt es: „Fällt im Wald ein Baum um und niemand hört davon, dann ist er nicht umgefallen.“
Mein Tipp: Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber. Nur keine falsche Bescheidenheit. Es geht nicht ums Protzen sondern lediglich darum, ein Image aufzubauen. Und die Personen, die für Sie wichtig und relevant sind, müssen das eben auch wahrnehmen.
Sven Henkes, Leiter Unternehmensstrategie und Business Development bei Ziegert Bank- und Immobilienconsulting und langjähriger Senior Brand Manager bei Coca Cola, weiß, wie wichtig das ist: „Als Marathonläufer erlebe ich immer wieder, dass mir viele positive Attribute zugeschrieben werden. Das macht es mir natürlich leichter, selbstbewusst aufzutreten. Für die Selbstpositionierung in einem ambitionierten Umfeld, wie es in Konzernen vorherrscht, ist das essentiell. Man muss wahrgenommen werden, ein klares Bild vermitteln und damit verdeutlichen, wofür man steht. Das geht als Marathonläufer leichter. Die Bedeutung des eigenen Images ist nicht zu unterschätzen.“

Mit Marathonerfolgen werben

In seinen Lebenslauf haben Henkes’ Lauferfahrungen längst ihren Platz. In Bewerbungsgesprächen können Marathonerfahrungen einen guten Gesprächseinstieg liefern. Sven Henkes hatte einmal ein Job-Interview in Stockholm. „Dort war ich zuvor einmal Marathon gelaufen, so bot es sich an, das Gespräch darauf zu lenken“, sagt der 36-Jährige. Und neuerdings weiß der 1,85-Meter-Modellathlet auch die mediale Klaviatur zu spielen: Als er den „Polar Bear Marathon“ im kanadischen Eis gewann, habe er – ohne das geplant zu haben – die Aufmerksamkeit der lokalen Presseschwergewichte BILD und B.Z. und einiger überregionaler Titel erregt. Seine plötzliche Popularität nutzte er dann geschickt. „Wenn etwas Interessantes anstand, habe ich selbst die Kontakte gesucht.“ Anlässlich des Sahara-Marathons, den Henkes gelaufen ist, begeisterte er eine Zeitung dafür, Auszüge aus seinem Lauftagebuch zu drucken. Und noch besser: Mit Odlo, dem international tätigen Schweizer Hersteller von funktioneller Sportbekleidung, konnte Henkes eine Kooperation eingehen. So betrieb Odlo im Nachgang des „Polar Bear Marathon“ mit Sven Henkes Content Marketing für globale digitale Medien. In der Sahara begleiteten ihn sogar zwei von Odlo engagierte Fotografen und Kameraleute, um die Story zu dokumentieren. „Diese Themen fanden über das reine Laufen hinaus sowohl in mehreren Vorstellungsgesprächen als auch im Plausch mit Kollegen viel Anklang“, sagt Henkes. Die positive Wahrnehmung wirkte sich zudem nachhaltig in Sachen Selbstpositionierung aus.

Öffentliche Blogs fürs Image nutzen

Auch Finanzberater Andreas Grundmann erzählt gern vom Laufen – entweder im persönlichen Gespräch, seit einiger Zeit aber auch digital: Der selbsterklärte Genussläufer nutzt den öffentlichen Firmenblog von Swiss Life Select als Forum für seine Laufgeschichten. „Ich weiß, dass sich viele meiner Kunden, aber auch Kollegen in ganz Deutschland für das Thema Laufen interessieren. Darüber berichte ich gern, und ich mag es auch, als Sportler wahrgenommen zu werden“, sagt der selbstständige Handelsvertreter für Swiss Life Select und fügt hinzu: „Meine Erfahrung ist, dass Sport im Allgemeinen nicht nur gut tut, sondern zusätzlich auch den Teamgeist stärkt und Leistungsbereitschaft und Durchsetzungsvermögen fördert – das wirkt sich positiv auf jeden Berufsalltag aus“. So gibt Grundmann mit selbst verfassten Texten nicht nur über Marathons Auskunft, sondern berichtet auch von Exoten wie dem Sechs-Stunden-Lauf in einer Kaserne. Ob Polarmarathon, Kasernenlauf oder der ganz normale Marathon: Seien Sie sicher: So wird man auf positive Weise zum Gesprächsthema.

Selfbranding-Tipps für Läufer

- Kommunizieren Sie Ihre Laufleidenschaft: Sie haben sich zum Marathon angemeldet oder nehmen an einem besonderen Laufevent teil? Erzählen Sie Ihren Kollegen und Freunden davon! Der selbst auferlegte Druck hilft Ihnen, Ihr Ziel noch konsequenter zu verfolgen. Und die Anerkennung der Mitwisser ist Ihnen gewiss.

- Zeigen Sie sich sportlich: Laufen Sie in der Mittagspause. Dann strotzen Sie hinterher nur so vor Energie, während die Kollegen mit dem Mittagstief kämpfen. Und möglicherweise bekommt auch der eine oder andere mit, dass Sie Ihre Pause aktiv für sich nutzen. Alternativ: Laufen Sie vom Büro nach Hause, die Außenwirkung ist die gleiche.

- Präsentieren Sie Ihre Erfolge: Hängen Sie Ihre Medaille oder Urkunde im Büro an die Wand. Darauf angesprochen, können Sie vielleicht sogar Kollegen zum Mitlaufen motivieren.

- Seien Sie Läufer, kein Mitläufer: Integrieren Sie Ihre Lauferfahrungen in den Lebenslauf. Punkten Sie mit einer Fülle von Soft Skills und heben Sie sich von der breiten Masse ab.

- Finden Sie gute Gesprächseinstiege: Sei es im Bewerbungsgespräch oder im Kundenmeeting. Eine gute Laufstory – beispielsweise von einem früheren Marathonerlebnis in der gerade besuchten Stadt – ist immer ein guter Opener, lockert die Stimmung auf und verbessert Ihr Image.

- Nutzen Sie soziale Netzwerke: Posten Sie Texte und Fotos Ihrer Lauferfolge auf Facebook, via Twitter oder Xing. Gründen Sie als Moderator Gruppen für laufinteressierte Kollegen, Kunden oder Freude. Nutzen Sie Smartphone-Apps wie Runtastic, mit denen Sie Ihre Trainingsläufe automatisch bei Facebook und Co. veröffentlichen können – und genießen Sie die Likes Ihrer Kontakte. Ein dynamisches Profilbild in Läufermontur ist ein zusätzliches Statement für Ihr Selfbranding.

- Stärken Sie Ihren Auftritt: Ergänzen Sie Ihre Laufeinheiten mit Athletik- und Kräftigungsübungen. Das tut nicht nur gut, sondern bringt Sie sich auch optisch in Topform. Genießen Sie es, ein Hingucker zu sein – Ihr Selbstbewusstsein dankt es Ihnen.

Weiterführende Links zum Thema Laufen und Markenpflege

Sehen Sie auch meine Beiträge zu Ihre Aura als Dauerläufer, Laufen macht attraktiv und erfolgreich, 10 Gründe, warum Marathonlaufen die Karriere puscht.

Viel Erfolg und Freude am Training wünscht

Andreas Butz


Dieser Artikel erschien zuerst im Ratgeber Schwitzen für Erfolg - In Laufschuhen Karriere machen, von Andreas Butz und Dr. Axel vom Schemm – auch als E-Book erhältlich.