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Mit der SMART-Regel zum Trainingsziel

Mit der SMART-Regel zum Trainingsziel
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Ab heute sind Ihre Ziele smart

Seine Ziele zu formulieren will gelernt sein. Wenn man die SMART-Formel anwendet, kann dabei nichts schief gehen. Sie hilft uns, Ziele eindeutig zu definieren und im Rahmen einer Zielvereinbarung umzusetzen. Mit solchen konkreten Formulierungen beachten Sie gleich mehrere wichtige Mosaiksteine der praktischen SMART-Regel. Denn diese weiß, dass gute motivierende Ziele immer spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sind.

Das steckt hinter SMART

S wie Spezifisch: Ziele dürfen nicht wage sein, sondern sind so präzise wie möglich zu formulieren. „Fitter werden“ als Ziel ist schwächer als „Abnehmen“.
M wie Messbar: Sie müssen die Möglichkeit haben, objektiv zu prüfen, ob Sie Ziele oder Teilziele erreicht haben. Wer „ein bisschen abnehmen“ möchte, schafft das in der Regel nicht. Besser: „Ich möchte fünf Kilo verlieren“. Was beim Abnehmen die Waage ist, sind beim Laufen Distanzen oder persönliche Bestzeiten.
A wie Attraktiv: Erinnern Sie sich an die oben genannten Ziele Firmenlauf, Silvesterlauf und Marathon. Die Vorstellung, diese Leistung zu erbringen, die Atmosphäre eines Wettkampfs aufzusaugen, möglicherweise erschöpft aber glücklich die Ziellinie zu überschreiten und schließlich die Anerkennung anderer dafür zu bekommen: Das ist ein verdammt starkes und attraktives Ziel. Und es hält die meisten in der langen Vorbereitung bei der Stange. Top-Manager und Marathonläufer Ralf Klenk ist dafür ein Paradebeispiel: „Ich brauche den Wettkampf, sonst fange ich an zu schlampern“, sagt er. Daher setzt er sich immer wieder neue konkrete Marathonziele.
R wie Realistisch: Es muss nicht immer Kaviar sein, wusste schon Johannes Mario Simmel. Es muss auch nicht immer Marathon sein. Bei unrealistisch gesetzten Zielen – etwa durch eine viel zu kurze Vorbereitungszeit angesichts des eigenen Trainingszustands – sind Enttäuschungen programmiert. Mit anderen Worten: Das, was Sie sich vornehmen, muss in dem gesetzten Rahmen auch möglich sein. Doch seien Sie ruhig mutig: Es gibt keine zu großen Ziele, es gibt nur zur kurze Fristen, womit wir zum nächsten Punkt kommen.
T wie Terminiert: Sie sollten Ihrem Ziel einen festen Zeitrahmen geben. Der zum einen vorsieht, wann das Ziel erreicht sein soll – in der Laufpraxis eben zu den Wettkampfterminen. Er legt aber auch fest, wie viel Zeit Sie sich geben, um in die nötige Form zu kommen, um es zu schaffen. Daher: Falscher Ehrgeiz oder Selbstüberschätzung bei der Terminierung sind der Feind des Siegers.

Meine Tipps zur Zielsetzung

Wer seine Ziele nach der SMART-Regel aufstellt, hat beste Chancen, diese auch zu erreichen. Doch fangen Sie klein an und steigern Sie sich mich jedem Erfolg.

• Fangen Sie mit einzelnen kurzfristigen und gut überprüfbaren Zielen an. Zum Beispiel: In den nächsten acht Wochen werde ich wöchentlich dreimal mindestens 40 Minuten laufen.
• Üben Sie den Prozess von Zielsetzung, -überprüfung und -erreichung und bekommen Sie ein Gespür dafür, wann es an der Zeit ist, sich neue Ziele zu setzen. Für das oben genannte Beispiel heißt das: Ich steigere nun wöchentlich meinen Trainingslauf am Sonntag, bis ich zehn Kilometer am Stück schaffe. Spätestens in fünf Wochen will ich das geschafft haben.
• Sehr wichtig: Beginnen Sie behutsam damit, längerfristige Ziele zu planen: Zehn Kilometer kann ich nun laufen, in zwei Monaten möchte ich beim Wettkampf so weit sein, diese unter 60 Minuten zu schaffen.
• Nutzen Sie Teilziele. Jeder Meilenstein auf dem Weg, jeder Eintrag im Lauftagebuch ist wie ein Haken auf der To-Do-Liste im Büro. Sie kennen sicher das motivierende Gefühl etwas abzuhaken, oder? Daher machen Sie weiter: Wenn ich bis Ende des Jahres drei Zehn-Kilometerrennen unter 60 Minuten geschafft habe, melde ich mich für den Halbmarathon in Berlin im Frühjahr an.

Weiterführende Links zum Thema Laufen und Zielsetzung

Sehen Sie auch meine Beiträge zu Starke Ziele führen schneller zum Erfolg, Motivation für den Marathon - 6 motivierende Gründe, Laufen und Selbstmotivation.

Übrigens, wer sich von der Gruppe mit zum Ziel tragen lassen möchte: Die beiden Runningcamps 50plus, das Nr. 1 Laufcamp und das Laufcamp 50plus zählen zu den beliebtesten Laufseminaren auf Mallorca.

Viel Erfolg und Freude am Training wünscht

Andreas Butz


Dieser Artikel erschien zuerst im Ratgeber Schwitzen für Erfolg - In Laufschuhen Karriere machen, von Andreas Butz und Dr. Axel vom Schemm – auch als E-Book erhältlich.