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Marathonfehler - Fehler in der Renneinteilung

Marathonfehler - Fehler in der Renneinteilung
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Wenn im Marathontraining alles richtig gelaufen ist, dann sind die Grundlagen für den Marathon gelegt, das Rennen ist aber noch nicht gelaufen. Es warten noch einige Stolperstellen auf der Strecke, es drohen Fehler bei der Renneinteilung, Fehler in der Renntaktik.


Die gößten Fehler bei der Renntaktik


1. Fehler: Falsche Selbsteinschätzung

Es gibt bewährte Faustformeln, die gut dazu geeignet sind, das Potential auf der Marathondistanz zu errechnen. In der Laufcampus-Methode habe ich diese Formeln wie folgt gerundet: Die 10er-Wettkampfzeit mal Faktor 4,67 oder die Halbmarathonzeit mal Faktor 2,1 ergeben die mögliche Zielzeit über die Marathondistanz – weiteres marathonspezifisches Training und die Berücksichtigung dieser Tipps vorausgesetzt.

Dennoch gehen viele Läufer gerne zu optimistisch an ihren Marathon heran, denken in Schallmauern, wollen zum Beispiel unter 4 Stunden bleiben, obwohl die Grundschnelligkeit nur 4:08 Stunden erlaubt. Das kann ich gut gehen. Die oben genannten Faktoren sind gängige Messgrößen und von vielen Experten so bestätigt.

Merke: Machen Sie eine seriöse Selbsteinschätzung und überfordern Sie sich nicht beim Rennen.


2. Fehler: Zu schnelle erste 5 Kilometer

Der nächste Klassiker unter den Marathonfehlern ist das zu schnelle Anlaufen. Auch wenn das eigene Wissen da ist, die Kollegen vom Verein oder Lauftreff es gebetsmühlenartig gepredigt haben, gehen beim Startschuss mit vielen Läufern die Gäule durch. Vergessen sind alle guten Vorsätze die Renneinteilung betreffend.

Es ist wirklich spannend, sich die Ergebnisse und Zwischenzeiten vom Berlin-Marathon anzuschauen, man wird dieses Phänomen sehr oft antreffen. Diese Läufer verpulvern auf dem ersten Achtel der Renndistanz (5 Kilometer) bereits ein Fünftel der vorhandenen Kohlenhydratdepots, wie mehrere Untersuchungen festgestellt haben. Klar, dass diese Energie am Ende des Marathons fehlt.

Merke: Wer alles richtig macht, läuft ab dem ersten Kilometer im anvisierten Kilometerschnitt oder anfangs sogar etwas langsamer.

Wer den ersten Marathonkilometer 20 Sekunden langsamer läuft als im Schnitt geplant, hat noch 41 Kilometer Zeit um jeweils 0,5 Sekunden aufzuholen. Für mich die perfekte Rennstrategie.


3. Orientierung an GPS-Daten

Viele Läufer sind Sklaven der Technik. Ich wundere mich immer wieder, dass viele ohne Pulsuhr und Laufcomputer nicht aus dem Hause gehen. Viele vertrauen der Technik mehr, als dem eigenen Körpergefühl. Man kann darüber schmunzeln, auch geteilter Meinung sein, aber eines gilt unbedingt: Auf dem Wettkampf sollte man niemals der GPS-Uhr seine Renneinteilung anvertrauen.

Die Wettkämpfe der etablierten Marathonläufe sind alle amtlich oder DLV-genau vermessen. Das heißt, jede Kilometerangabe stimmt präzise. Auf jeden Fall ist die Streckenvermessung deutlich genauer, als die Angaben der GPS-Uhren, die vom Satellitenempfang in den Häuserschluchten der Citymarathons abhängig sind.
Wer wissen möchte, wie schnell er ist, sollte sich bei den offiziellen Kilometer-Hinweisschildern an den tatsächlich gelaufenen Zwischenzeiten orientieren. Wem das Rechnen beim Laufen schwer fällt, kann sich die zu laufenden Zwischenzeiten auch auf den Handrücken schreiben.

Merke: Eine präzise Laufeinteilung gelingt beim Wettkampf am besten durch Orientierung an den offiziellen Kilometerangaben und den hier ermittelten Zwischenzeiten.


Lesen Sie weiter, welche Fehler man noch rund um einen Marathon machen kann


P.S.

Habe ich Sie schon gefragt, ob Sie auch einen guten Marathon Trainingsplan haben?

Na dann ist ja alles gut, lassen Sie es laufen,

Ihr Andreas Butz


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