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​Neue Chancen für die Wettkampfplanung

​Neue Chancen für die Wettkampfplanung
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Klassische Wettkämpfe und virtuelle Läufe perfekt kombinieren

So planst du dein Laufjahr richtig

Ein Laufjahr mit seinen Rennen zu planen war immer schon eine große Herausforderung. Im letzten Jahr war diese Aufgabe fast unmöglich. Viele Wettkämpfe wurden kurzfristig verschoben, die meisten sogar ganz abgesagt. Mit den Corona konformen Runningdays, mit Laufdistanzen zwischen 5.000 Meter und Marathon, ist nun eine verlässliche Größe in den Laufkalender hinzugekommen, mit der sich gut planen lässt. Idealerweise in Kombination mit den klassischen Volksläufen und Straßenläufen, auf die wir alle nicht verzichten möchten.

Klassische Laufevents und moderne Runningdays kann man sehr gut verbinden. Beide Laufformen stehen nicht im Wettbewerb zueinander, sondern sind zwei Facetten von etwas Gutem: Fixe Termine im Laufkalender, an denen man sich mit anderen oder auch nur mit sich selbst messen kann. Doch es bleiben die bekannten Fragen:

  • Wie kombiniert man klassische Laufevents und die Runningdays bestmöglich?
  • Wie kann ein komplettes Laufjahr mit einem oder mehreren Saisonhöhepunkten optimal gestaltet werden?
  • Wie kann man Rennen zwischen 5.000 Meter und Marathon geschickt aufeinander abstimmen?
  • Und warum kann auch ein 1.000-Meter-Lauf wertvoll sein, wenn man sich eigentlich auf 10.000 Meter oder Halbmarathon konzentrieren möchte?

In diesem Artikel mache ich zu diesen interessanten Fragen spannende Vorschläge. Doch zunächst nochmal eine kurze Hintergrundinfo. Was sind die Runningdays?

Was sind Runningdays?

Die Runningdays sind die größte Innovation im Laufkalender des Jahres 2021. Sie bieten viermal im Jahr (März, Juni, September, Dezember) die Gelegenheit sich jeweils eine Woche lang (Montag bis Sonntag) solo oder auch in Gruppenläufen zu messen. Runningdays sind Corona konform, daher verlässlich im Laufjahr planbar, und maximal flexibel zu handhaben. Es gibt Startnummern, Urkunden, Ergebnislisten und auf Wunsch auch Medaillen. Die Runningdays bieten jeweils folgende Renndistanzen: 1000 Meter, 5 Kilometer, 10 Kilometer, Halbmarathon, 30 Kilometer und Marathon. Weitere Informationen unter www.runningdays.de.


So planst du dein Wettkampfjahr optimal

Erfahre im Folgenden, wie du Rennen zwischen 5.000 Meter bis Marathon ideal in dein Laufjahr einplanst. Und zum Ende hin kommen für dich möglicherweise neue, überraschende Impulse den 1.000-Meter-Lauf betreffend.

Rennen über 5 Kilometer und 10 Kilometer kombinieren

Für Anfänger sind 5-Kilometer-Rennen eine erste Herausforderung. Für erfahrene Läufer eine der anspruchsvollsten Laufdistanzen überhaupt. Fünf Kilometer gehen einerseits schnell vorbei, andererseits ist in dieser kurzen Zeit die Anstrengung sehr hoch. 5.000 Meter sind eine olympische Distanz und gehören zum nationalen und internationalen Wettkampfkalender der Leichtathleten dazu. Folglich sind auch für Hobbyläufer die 5-Kilometer-Rennen eine lohnende Distanz.

Wer bei 5-Kilometer-Rennen Tempohärte gelernt hat, tut sich bei 10-Kilometer-Rennen deutlich leichter. Daher sind für alle Liebhaber der klassischen Zehner die 5-Kilometer-Rennen sehr empfehlenswert. Folgende Wettkampfplanung ist optimal:

  • Frühling: 5 Kilometer
  • Sommer: 10 Kilometer
  • Herbst: 5 Kilometer
  • Winter: 10 Kilometer

10 Kilometer und Halbmarathon

Zehn Kilometer sind die beliebteste Distanz im Volkslaufkalender. Oft werden 5-Kilometer-Rennen bei regionalen Läufen uncharmant als Jedermann-Läufe bezeichnet, die 10-Kilometer-Rennen hingegen als Hauptlauf. 10 Kilometer sind auch wichtig zur Vorbereitung auf einen Halbmarathon als Saisonhöhepunkt. Da die Saisonhöhepunkte meist im Frühjahr oder Herbst sind, bieten sich folgende Optionen idealerweise an:

  • Winter: 10 Kilometer
  • Frühling: Halbmarathon
  • Sommer: 10 Kilometer
  • Herbst: Halbmarathon

By the way, die besten Laufcampus Trainingspläne für 5 Kilometer bis Marathon stehen dir vier Wochen gratis zur Verfügung. Nach dem du mit der Laufcampus Potenzialanalyse deine Trainingsbereiche ermittelt hast, kannst du dir deinen Trainingsplan in der Laufcampus Web App anzeigen lassen und danach trainieren. Starte mit der Potenzialanalyse.

Halbmarathon und Marathon laufen

In meinem viel gelesenen Laufbuch „Halbmarathon“ (BLV-Verlag) habe ich schon beschrieben, dass mich am Halbmarathon nur die Bezeichnung stört. Halb klingt nach halber Sache, und das ist Blödsinn. Glücklicherweise sehen die meisten Hobbyläufer das auch so und daher gehören Halbmarathonläufe zu den Boomdistanzen, während der Marathonlauf auf hohem Niveau stagniert. Einen Halbmarathon zu laufen ist immer ein lohnendes Ziel. Man kann den Halbmarathon aber auch gezielt als Testlauf zur Vorbereitung auf einen Marathon in den Wettkampfplan einbauen. Folgende Rennplanungen sind ideal, davon ausgehend, dass der Marathon als Saisonhöhepunkt im Herbst oder Frühling gelaufen werden soll:

Marathon als Saisonhöhepunkt im Herbst

  • Winter: 10 Kilometer
  • Frühling: Halbmarathon
  • Sommer: Halbmarathon
  • Herbstmarathon

Marathon als Saisonhöhepunkt im Frühling

  • Sommer: 10 Kilometer
  • Herbst: Halbmarathon
  • Winter: 10 Kilometer
  • Frühlingsmarathon

Rennen über 30 Kilometer als Vorbereitung auf den Marathon

Begeisterte Marathonläufer haben uns gebeten die 30 Kilometer als Renndistanz bei den Runningdays aufzunehmen. Noch bis in die Neunziger Jahre gab es 25- und 30-Kilometer-Rennen, doch im Zuge des Halbmarathonbooms wurden diese Rennen allmählich aus dem Wettkampfkalender gestrichen. Und dabei können 30-Kilometer-Rennen in der Marathonvorbereitung ein richtig wertvolles Zwischenziel sein, ein Meilenstein in der Vorbereitung und aussagekräftiger Formcheck. Folgende Kombinationen bieten sich an:

Marathon als Saisonhöhepunkt im Herbst

  • Winter: 10 Kilometer
  • Frühling: Halbmarathon
  • Sommer: 30 Kilometer
  • Herbstmarathon

Marathon als Saisonhöhepunkt im Frühling

  • Sommer: 10 Kilometer
  • Herbst: Halbmarathon
  • Winter: 30 Kilometer
  • Frühlingsmarathon

Die 1.000 Meter bei den Runningdays

Die 1.000 Meter haben wir als Do-It-Yourself Leistungsdiagnostik in die Runningdays aufgenommen, siehe Artikel zum LC1000. Laufcampus Trainer und Athleten nutzen diese gerne als Formcheck für die Grundschnelligkeit und zur Bestimmung der individuellen Trainingsbereiche. LC1000-Tests sollte man regelmäßig machen, künftig vierteljährlich bei den Runningdays, um den Trainingsfortschritt zu überprüfen. Mit den Ergebnissen aus den 1000-Meter-Läufen – deiner Grundschnelligkeit – kannst du über die Laufcampus Potenzialanalyse präzise deine Möglichkeiten über alle anderen klassischen Distanzen ermitteln, spezifisches Training natürlich immer vorausgesetzt.

Von der Anstrengung eines LC1000-Tests solltest du dich nach zwei, spätestens drei Tagen erholt haben. Daher bietet sich anlässlich der siebentägigen Runningdays an noch ein zweites Rennen zu machen. Zum Beispiel einen 5- oder 10 Kilometer-Lauf. Folgende Optionen sind empfehlenswert:

  • Dienstag oder Mittwoch: LC1000
  • Samstag oder Sonntag: 5 Kilometer oder 10 Kilometer

Unzählige Optionen für die Planung deines Laufjahres. Und dabei wünsche ich dir viel Freude und bei deinen Rennen viel Erfolg,

Dein Andreas