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Der Maximalpuls

Der Maximalpuls
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Im Gegensatz zum Ruhe- und Erholungspuls kann man den Maximalpuls (Hfmax) durch Training nicht verändern. Er ist genetisch bedingt bei jedem Menschen anders und verringert sich nur altersbedingt.


Der Maximalpuls - Basis für die Trainingssteuerung

Der Maximalpuls hat seine Bedeutung als Berechnungsgrundlage für die Herzfrequenz-Trainingsbereiche der Laufcampus-Methode, wie sie in allen herzfrequenzorientierten Trainingsplänen vorkommen. Im Selbstversuch ist der Maximalpuls sehr schwer zu ermitteln und setzt uneingeschränkte Gesundheit und eine gute Portion Leidensfähigkeit voraus. Man sollte auf jeden Fall kerngesund sein, keinen Infekt und keinen Herzfehler, keine Herzrhythmusstörungen und auch keinerlei Verletzungen haben. Im Zweifel sollte vor einer Ausbelastung eine sportärztliche Grunduntersuchung beim Hausarzt gemacht werden.


So ermitteln Sie den Maximalpuls im Selbsttest

Ein Maximalpulstest ist sehr anstrengend und setzt ein hohes Maß an Motivation voraus um das Letzte aus sich herauszuholen. Daher ist es ratsam solch einen Versuch nicht alleine zu machen sondern zusammen mit einem möglichst gleichstarken Trainingspartner. Gemeinsam kann man sich leichter zu Höchstleistungen antreiben. Bei einem Laufbandstufentest mit Laktatmessung durch einen Lauftrainer und Leistungsdiagnostiker ergeben allein die Umstände ein Höchstmaß an Motivation, so dass die persönliche Ausbelastung hier einfacher fällt.

Drei Varianten bieten sich für einen Selbsttest an:

1000-Meterlauf

Der Puls, den ein Läufer nach einem 1000-Meter-Lauf erreicht, bei dem er an seine Leistungsgrenzen geht und auf den letzten 200 Metern noch einen fulminanten Schlussspurt hinlegt, dieser Puls plus 5 Schläge kann als persönlicher Maximalpuls hergenommen werden. Für einen solchen Test eignet sich am besten eine 400-Meter-Bahn. Das Laufen der zweieinhalb Runden erlaubt die Kräfte bestmöglich einzuteilen und so tatsächlich an die Leistungsgrenzen zu gehen. Also 800 Meter so schnell es geht laufen und die letzten 200 Meter beschleunigen ;-).

Berglauf

Ähnlich dem Testlauf über 1000 Meter kann man auch einen Berglauf zum Maximalpulstest nutzen. Dazu läuft man einen mindestens 800 Meter langen Anstieg so schnell wie möglich hoch und misst den Puls bei Erreichen des Ziels. Auch hier ist ein Aufschlag von 5 Schlägen ratsam, je nachdem wie erfahren man ist, im Sport an seine Leistungsgrenze heranzugehen.
5000- oder 10.000 Meter Wettkampf

Schlussspurt

Auch durch einen fulminanten Schlussspurt nach einem schnellen Wettkampf über 5 oder 10 Kilometer kann man an seine Leistungsgrenzen gehen. Hier ist die persönliche Motivation sehr hoch, wenn man für die Endzeit noch einige Sekunden und möglicherweise sogar einige Plätze gut machen kann. Und wenn zudem noch Freunde am Streckenrand stehen, geht der Schlussspurt noch viel einfacher. Auch hier beobachte Deinen Puls in den ersten fünf Sekunden nach Überschreiten der Ziellinie.

Allen Selbsttests sollte eine mindestens 15-minütige Einlaufphase voran gehen und mindestens 15-minütiges Auslaufen folgen.


Maximalpuls bei Laufband-Stufentest

Auch bei einer Leistungsdiagnostik durch Laufbandstufentest mit Laktatmessung wird der Maximalpuls ermittelt. In der Regel wird die Leistungsdiagnostik als einfacher empfunden als ein Selbsttest. Denn bei einer Leistungsdiagnostik durch Laufband-Stufentest gibt das Band das Thema vor und der Athlet muss lediglich das Tempo halten. Auch wenn es vielleicht schwer zu verstehen ist, ein Tempo auf dem Laufband mitzugehen ist einfacher als sich beim Selbsttest am Berg oder auf der Bahn selbst zu motivieren.


Weitere Beiträge rund um die Themen Sporlerherz und Puls

Sehen Sie auch meine Beiträge zu Erholungspuls, Ruhepuls, Belastungspuls und Sportlerherz. Und wenn Sie der beschriebenen Leistungsdiagnostiken bei und mit mir machen möchten, dann informieren Sie sich gerne auf meiner Seite zum Thema Leistungsdiagnostik.

Viel Erfolg und Freude am Training wünscht

Andreas Butz